Finanzdienstleistungsgesetz (FIDLEG)

Eignungsprüfung

Ein Finanzdienstleister, der die Anlageberatung unter Berücksichtigung des Kundenportfolios oder die Vermögensverwaltung erbringt, muss sich gemäss Art. 12 FIDLEG über die finanziellen Verhältnisse und Anlageziele sowie über die Kenntnisse und Erfahrungen der Kundin oder des Kunden erkundigen. Diese Kenntnisse und Erfahrungen beziehen sich auf die Finanzdienstleistung und nicht auf die einzelnen Transaktionen.

Angemessenheitsprüfung

Ein Finanzdienstleister, der die Anlageberatung für einzelne Transaktionen erbringt, ohne dafür das gesamte Kundenportfolio zu berücksichtigen, muss sich gemäss Art. 11 FIDLEG über die Kenntnisse und Erfahrungen seiner Kundinnen und Kunden erkundigen und vor der Empfehlung von Finanzinstrumenten prüfen, ob diese für die Kundin oder den Kunden angemessen sind.

Verhaltensregeln

Als Verhaltensregeln gelten die aufsichtsrechtlichen Pflichten, die Finanzdienstleister nach dem 2. Kapitel des FIDLEG befolgen müssen. Dazu zählen: Informationspflichten nach Art. 8 und 9 FIDLEG Angemessenheitsprüfung nach Art. 11 FIDLEG Eignungsprüfung nach Art. 12 FIDLEG Dokumentationspflichten nach Art. 15 FIDLEG Rechenschaftspflicht nach Art. 16 FIDLEG Transparenz- und Sorgfaltspflichten nach Art. 17 ff. FIDLEG

vermögender Privatkunde

Gemäss Art. 5 Abs. 2 FIDLEG gelten diejenigen Privatkunden als vermögend, die glaubhaft erklären, dass sie oder er: aufgrund der persönlichen Ausbildung und der beruflichen Erfahrung oder aufgrund einer vergleichbaren Erfahrung im Finanzsektor über die Kenntnisse verfügt, die notwendig sind, um die Risiken der Anlagen zu verstehen, und über ein Vermögen von mindestens 500 000 […]

Opting-in & Opting-out

Vermögende Privatkunden und für diese errichtete private Anlagestrukturen können gemäss Art. 5 Abs. 1 FIDLEG erklären, dass sie als professionelle Kunden gelten wollen. Professionelle Kunden können ihrerseits erklären, dass sie als institutionelle Kunden gelten wollen (Art. 5 Abs. 4 FIDLEG). Im umgekehrten Sinne ist auch ein Option-in nach Art. 5 Abs. 5 und 6 FIDLEG […]

grosses Unternehmen

Als grosses Unternehmen gilt ein Unternehmen, das zwei der folgenden Grössen überschreitet: Bilanzsumme von 20 Millionen Franken; Umsatzerlös von 40 Millionen Franken; Eigenkapital von 2 Millionen Franken.

institutioneller Kunde

Als institutionelle Kunden gelten gemäss Art. 4 Abs. 4 FIDLEG die nachstehenden professionellen Kunden: Finanzintermediäre nach dem Bankengesetz vom 8. November 1934 (BankG), dem Finanzinstitutsgesetz vom 15. Juni 20189 (FINIG) und dem KAG; Versicherungsunternehmen nach dem VAG; ausländische Kundinnen und Kunden, die einer prudenziellen Aufsicht unterstehen wie die Personen nach den Buchstaben a und b; […]

professioneller Kunde

Als professionelle Kunden gelten nach Art. 4 Abs. 3 FIDLEG: Finanzintermediäre nach dem Bankengesetz vom 8. November 1934 (BankG), dem Finanzinstitutsgesetz vom 15. Juni 20189 (FINIG) und dem KAG; Versicherungsunternehmen nach dem VAG; ausländische Kundinnen und Kunden, die einer prudenziellen Aufsicht unterstehen wie die Personen nach den Buchstaben a und b; Zentralbanken; öffentlich-rechtliche Körperschaften mit […]

Kundensegmentierung

Eine Kundensegmentierung nach Art. 4 FIDLEG ist eine Zuordnung durch den Finanzdienstleister von Personen, für die sie Finanzdienstleistungen erbringen. Dabei wird der Kunde einem der folgenden Segmente zugeordnet: Privatkundinnen und -kunden; professionelle Kunden; institutionelle Kunden.

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    Diese Webseite informiert über die Aufgaben der ab dem Jahr 2020 im Rahmen des schweizerischen Bundesgesetzes über die Finanzdienstleistungen (FIDLEG) eingeführten Prüfstelle für Prospekte, des Beraterregisters sowie der Ombudsstelle.

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