Glossar

Der Wörterverzeichnis von regservices.ch umfasst die relevantesten Begriffe des Finanzdienstleistungsgesetzes (FIDLEG), seinen ausführenden Erlassen und der zugehörigen weiteren Bundesgesetze. Die Begriffsdefinitionen können im Kontext der auf der Webseite verfügbaren Texte nachgeschlagen werden.

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  • a

  • Angebot
    Als Angebot gilt gemäss Art. 3 lit. g FIDLEG jede Einladung zum Erwerb eines Finanzinstruments, die ausreichende Informationen über die Angebotsbedingungen und das Finanzinstrument selber enthält.
  • Angemessenheitsprüfung
    Ein Finanzdienstleister, der die Anlageberatung für einzelne Transaktionen erbringt, ohne dafür das gesamte Kundenportfolio zu berücksichtigen, muss sich gemäss Art. 11 FIDLEG über die Kenntnisse und Erfahrungen seiner Kundinnen und Kunden erkundigen und vor der Empfehlung von(...)
  • Anleihensobligation
    Als Anleihensobligationen gelten gemäss Art. 3 FIDLEG alle Anteile an einem Gesamtdarlehen mit einheitlichen Bedingungen.
  • b

  • Basisinformationsblatt
    Bei der persönlichen Empfehlung von Finanzinstrumenten haben die Finanzdienstleister gemäss Art. 8 FIDLEG dem Privatkunden zusätzlich ein Basisinformationsblatt zur Verfügung zu stellen, sofern ein solches für das empfohlene Finanzinstrument zu erstellen ist (Art. 58 und 59 FIDLEG). Bei einem(...)
  • Beraterregister
    Nach Art. 22 FIDLEG dürfen Kundenberater von inländischen Finanzdienstleistern, die nicht gemäss Artikel 3 FINMAG beaufsichtigt werden, und Kundenberater von ausländischen Finanzdienstleistern ihre Tätigkeit in der Schweiz nur ausüben, wenn sie in ein Beraterregister eingetragen sind. Das(...)
  • Best execution
    auf Deutsch: "bestmögliche Ausführung von Kundenaufträgen" Gemäss Art. 18 stellen Finanzdienstleister  sicher, dass bei der Ausführung der Aufträge ihrer Kundinnen und Kunden das bestmögliche Ergebnis in finanzieller, zeitlicher und qualitativer Hinsicht erreicht wird.In finanzieller(...)
  • Beteiligungspapier
    Als Beteiligungspapiere gelten nach Art. 3 lit. a FIDLEG: Effekten in Form von Aktien einschliesslich Aktien gleichzustel-lender Effekten, die Beteiligungs- oder Stimmrechte verleihen, wie Partizipations- oder Genussscheine; sowie Effekten, die bei Umwandlung oder Ausübung des darin(...)
  • d

  • Derivat
    Als Derivate gelten gemäss Art. 3 lit. FIDLEG alle Derivate nach Artikel 2 Buchstabe c des Finanzmarktinfrastrukturgesetzes vom 19. Juni 2015.
  • e

  • Effekten
    Effekten sind gemäss Art. 3 lit. b FIDLEG vereinheitlichte und zum massenweisen Handel geeignete Wertpapiere, Wertrechte, Derivate und Bucheffekten.
  • Eignungsprüfung
    Ein Finanzdienstleister, der die Anlageberatung unter Berücksichtigung des Kundenportfolios oder die Vermögensverwaltung erbringt, muss sich gemäss Art. 12 FIDLEG über die finanziellen Verhältnisse und Anlageziele sowie über die Kenntnisse und Erfahrungen der Kundin oder des Kunden erkundigen.(...)
  • Emittent
    Als Emittenten gelten gemäss Art. 3 lit. f FIDLEG Personen, die Effekten begeben oder zu begeben beabsichtigen.
  • Erläuternder Bericht zur Finanzdienstleistungsverordnung
    Erläuternder Bericht zur Eröffnung des Vernehmlassungsverfahrens zur: Finanzdienstleistungsverordnung (FIDLEV) Finanzinstitutsverordnung (FINIV) Aufsichtsorganisationenverordnung (AOV) Am 15. Juni 2018 hat das Parlament das Finanzdienstleistungsgesetz (FIDLEG) und das(...)
  • Ersteller
    Als Ersteller gelten gemäss Art. 3 lit. i FIDLEG alle Personen, die ein Finanzinstrument erstellen oder Änderungen an einem bestehenden Finanzinstrument, einschliesslich Änderungen seines Risiko- und Renditeprofils oder der mit einer Anlage in das Finanzinstrument verbundenen Kosten, vornehmen.
  • f

  • Finanzdienstleister
    Gemäss Art. 3 lit. d FIDLEG gelten als Finanzdienstleister Personen (natürliche und juristische), die gewerbsmässig Finanzdienstleistungen in der Schweiz oder für Kunden in der Schweiz erbringen, wobei Gewerbsmässigkeit gegeben ist, wenn eine selbstständige, auf dauernden Erwerb ausgerichtete(...)
  • Finanzdienstleistung
    Als Finanzdienstleistungen i.S.v. Art. 3 lit. c FIDLEG gelten die folgenden für Kunden erbrachten Tätigkeiten: der Erwerb oder die Veräusserung von Finanzinstrumenten, die Annahme und Übermittlung von Aufträgen, die Finanzinstrumente zum Gegenstand haben, die Verwaltung von(...)
  • Finanzdienstleistungsgesetz
    Dieses Gesetz bezweckt den Schutz der Kundinnen und Kunden von Finanzdienstleistern sowie die Schaffung vergleichbarer Bedingungen für das Erbringen von Finanzdienstleistungen durch die Finanzdienstleister und trägt damit zur Stärkung des Ansehens und der Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes(...)
  • Finanzdienstleistungsverordnung
    Die Finanzdienstleistungsverordnung (FIDLEV) enthält die Ausführungsbestimmungen des Bundesrats zum FIDLEG. Sie konkretisiert im Interesse der Rechtssicherheit vorab den territorialen Anwendungsbereich des FIDLEG und der FIDLEV und verschiedene Begriffe, darunter denjenigen des Angebots,(...)
  • Finanzinstrument
    Nach Art. 3 lit. a FIDLEG: Beteiligungspapiere (insbesondere Aktien) Forderungspapiere (insbesondere Anleihen) Anteile an kollektiven Kapitalanlagen Strukturierte Produkte Derivate Einlagen, deren Rückzahlungswert oder Zins risiko- oder kursabhängig sind (Ausnahme wenn Zins(...)
  • Finanzmarktaufsichtsgesetz
    Dieses Gesetz legt die Organisation und die Aufsichtsinstrumente der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) fest. Die FINMA ist die Behörde, die den Finanzmarkt beaufsichtigt. Sie ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit und Sitz in Bern. Sie organisiert(...)
  • Finanzmarktinfrastrukturgesetz
    Dieses Gesetz regelt die Organisation und den Betrieb von Finanzmarktinfrastrukturen sowie die Verhaltenspflichten der Finanzmarktteilnehmerinnen und -teilnehmer beim Effekten- und Derivatehandel. Es bezweckt die Gewährleistung der Funktionsfähigkeit und der Transparenz der Effekten- und(...)
  • FINMA
    Als unabhängige Behörde über den Schweizer Finanzmarkt hat die FINMA Hoheitsgewalt über Banken, Versicherungsgesellschaften, Börsen, Effektenhändler, kollektive Kapitalanlagen, deren Vermögensverwalter und Fondsleitungen sowie Vertriebspartner und Versicherungsvermittler. Die FINMA engagiert(...)
  • Forderungspapier
    Als Forderungspapiere gelten gemäss Art. 3 lit. a FIDLEG alle Effekten, die nicht Beteiligungspapiere sind.
  • g

  • grosses Unternehmen
    Als grosses Unternehmen gilt ein Unternehmen, das zwei der folgenden Grössen überschreitet: Bilanzsumme von 20 Millionen Franken; Umsatzerlös von 40 Millionen Franken; Eigenkapital von 2 Millionen Franken.
  • i

  • institutioneller Kunde
    Als institutionelle Kunden gelten gemäss Art. 4 Abs. 4 FIDLEG die nachstehenden professionellen Kunden: Finanzintermediäre nach dem Bankengesetz vom 8. November 1934 (BankG), dem Finanzinstitutsgesetz vom 15. Juni 20189 (FINIG) und dem KAG; Versicherungsunternehmen nach dem VAG; (...)
  • k

  • Kundenberater
    Als Kundenberater gelten gemäss Art. 3 lit. e FIDLEG natürliche Personen, die im Namen eines Finanzdienstleisters oder selbst als Finanzdienstleister Finanzdienstleistungen erbringen.
  • Kundensegmentierung
    Eine Kundensegmentierung nach Art. 4 FIDLEG ist eine Zuordnung durch den Finanzdienstleister von Personen, für die sie Finanzdienstleistungen erbringen. Dabei wird der Kunde einem der folgenden Segmente zugeordnet: Privatkundinnen und -kunden; professionelle Kunden; institutionelle(...)
  • o

  • öffentliches Angebot
    Als öffentliches Angebot gilt gemäss Art. 3 lit. h FIDLEG jedes an das Publikum gerichtete Angebot.
  • Ombudsstelle
    Gemäss Art. 74 FIDLEG sollen Streitigkeiten über Rechtsansprüche zwischen Kunde und Finanzdienstleister nach Möglichkeit im Rahmen eines Vermittlungsverfahrens bzw. einer Mediation durch eine Ombudsstelle erledigt werden. Kann keine Einigung erzielt werden oder erscheint eine solche(...)
  • Opting-in & Opting-out
    Vermögende Privatkunden und für diese errichtete private Anlagestrukturen können gemäss Art. 5 Abs. 1 FIDLEG erklären, dass sie als professionelle Kunden gelten wollen. Professionelle Kunden können ihrerseits erklären, dass sie als institutionelle Kunden gelten wollen (Art. 5 Abs. 4 FIDLEG).(...)
  • p

  • Privatkunde
    Als Privatkunden gelten gemäss Art. 4 Abs. 2 FIDLEG alle Kunden, die keine professionellen Kunden sind.
  • professioneller Kunde
    Als professionelle Kunden gelten nach Art. 4 Abs. 3 FIDLEG: Finanzintermediäre nach dem Bankengesetz vom 8. November 1934 (BankG), dem Finanzinstitutsgesetz vom 15. Juni 20189 (FINIG) und dem KAG; Versicherungsunternehmen nach dem VAG; ausländische Kundinnen und Kunden, die einer(...)
  • Prüfstelle
    Wer ein öffentliches Angebot zum Kauf von Wertpapieren in der Schweiz unterbreitet oder die Zulassung von Wertpapieren zum Handel an einer Börse gemäss Art. 26 FINFRAG verlangt, muss vorgängig einen Prospekt gemäss Art. 35 FIDLEG veröffentlichen.Die Prüfung der Prospekte gemäss Art. 35(...)
  • r

  • Registrierungsstelle
    Die Registrierungsstelle nach Art. 31 FIDLEG führt das Beraterregister. Sie bedarf der Zulassung durch die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA).
  • v

  • Verhaltensregeln
    Als Verhaltensregeln gelten die aufsichtsrechtlichen Pflichten, die Finanzdienstleister nach dem 2. Kapitel des FIDLEG befolgen müssen. Dazu zählen: Informationspflichten nach Art. 8 und 9 FIDLEG Angemessenheitsprüfung nach Art. 11 FIDLEG Eignungsprüfung nach Art. 12 FIDLEG (...)
  • vermögender Privatkunde
    Gemäss Art. 5 Abs. 2 FIDLEG gelten diejenigen Privatkunden als vermögend, die glaubhaft erklären, dass sie oder er: aufgrund der persönlichen Ausbildung und der beruflichen Erfahrung oder aufgrund einer vergleichbaren Erfahrung im Finanzsektor über die Kenntnisse verfügt, die notwendig(...)
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    regservices.ch

    Diese Webseite informiert über die Aufgaben der ab dem Jahr 2020 im Rahmen des schweizerischen Bundesgesetzes über die Finanzdienstleistungen (FIDLEG) eingeführten Prüfstelle für Prospekte, des Beraterregisters sowie der Ombudsstelle.

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